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Glossar

 

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Band

 
Ein Band ist ein waagrechtes Bauglied zur horizontalen Gliederung, das oft ein Gesims bildet.
 
 
 
 

Basikales Kathedralensystem

 
Basilikales Kathedralensystem/Basilikaler Querschnitt, auch: basilikales Schema
Durchfensterte Hochwand, auch als Gaden, Obergaden oder Lichtgaden bezeichnet, um die Mittelräume eines tiefen Baukörpers gelegene Raumteile ausreichend zu belichten. Die Wände sind um soviel erhöht, dass es möglich wird, in diese über dem Dachanschluss der niedrigen Bauteile Fenster einzulassen.
 
 
 
 

Basilika

 
Der Begriff bezeichnet einen Bautyp. Es gibt vier mittelalterliche Bautypen: Saal, Halle, Zentralbau, Basilika. Im Unterschied zu einer Halle ist eine Basilika ein mehrschiffiger Raum, dessen Mittelschiff nicht nur höher ist als die Seitenschiffe, sondern das zugleich durch Fenster im Obergaden separat beleuchtet wird. Die in Frankreich entwickelte dreischiffige Querhausbasilika mit Umgangschor und Kapellenkranz ist der aufwändigste der gotischen Sakralbautypen.
 
 
 
 

Bergfried

 
Der Bergfried (auch Berchfrit) ist der mächtige und hohe Turm mittelalterlicher Burgen, in dem die Burgbewohner bei Belagerungen oder in anderen Notsituationen Zuflucht fanden. Er stand meist im Burghof oder an der angriffsgefährdeten Seite einer Burganlage und war über einen hoch gelegenen Einstieg zugänglich, den man nur mit einer abwerfbaren Leiter erreichen konnte.
 
 
 
 

Birnstab

 
Rippenprofil mit birnförmigem Querschnitt, stabartiges Bauglied der Gotik.
 
 
 
 

Blendbogen

 
Ein dekorativer Bogen, der keine Maueröffnung überbrückt, sondern der geschlossenen Wand nur vorgeblendet ist.
 
 
 
 

Blendfenster

 
Fenster, das in einer Fassade eine Fensteröffnung vortäuscht, ohne eine Maueröffnung zu haben.
 
 
 
 

Blendrosette

 
Fensterrose ohne Maueröffnung.
 
 
 
 

Bogenformen

 
Die meisten architektonischen Bogenformen sind aus dem Kreis entwickelt. Bei den Kirchen, die an unseren Wegen zur Backsteingotik liegen, finden wir am häufigsten den Rundbogen und den Spitzbogen. Einen überhöhten Spitzbogen, dessen Krümmungsmittelpunkte außerhalb der Kämpferpunkte liegen, nennt man auch Lanzettbogen.
 
 
 
 

Bogenfries

 
Fortlaufende Reihe von kleinen, reich profilierten, der Wand vorgeblendeten Bögen. In den meisten Fällen sind die Rundbogen auf Konsolen gesetzt.
 
 
 
 

Bogen

 
Wenn wir in einer gotischen Kirche nach oben schauen, blicken wir in das Gewölbe. Die einzelnen Gewölbefelder sind durch Bögen voneinander abgetrennt, die verschieden bezeichnet werden. Man unterscheidet zwischen Gurt-, Scheid- und Schildbogen. Der Gurtbogen verläuft quer zum Gewölbe und trennt die Gewölbefelder voneinander ab. Der Scheidbogen scheidet das Mittelschiff von Seitenschiff, in der Gotik ist er meist identisch mit dem Arkadenbogen. Der Schildbogen ist ein dicker Wulst, der flach auf der Mauer aufliegt.
 
 
 
 

Bogennische

 
Wandvertiefung mit bogenförmigem oberen Abschluss.
 
 
 
 

Brennhaut

 
Dichte und feste obere Haut, die sich beim Brennen des Backsteins bildet.
 
 
 
 

Bündelpfeiler

 
In der Gotik werden die glatten Mauerflächen der Pfeiler im Kircheninneren zunehmend durch vorgelegte Steinwülste gegliedert, bis der Pfeiler nur noch aus einem Bündel von Pfeilervorlagen zu bestehen scheint. Einen solchen, rundum von vorgelegten Diensten umstandenen Pfeiler nennt man Bündelpfeiler.