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Glossar

 

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Kamm

 
Mit Kamm bezeichnet man die Verbindung von zwei übereinander liegenden Hölzern, indem ein in das obere Holz geschnittener Kamm in die auf der Oberseite des unteren Holzes eingeschnittene so genannte Sasse greift. Diese Holzverbindung wird hauptsächlich bei sich kreuzenden Balken verwendet.
 
 
 
 

Kapitell

 
Ein Kapitell ist das ausladende Kopfstück einer Stütze. Der Begriff ist vom lateinischen capitulum bzw. capitellum abgeleitet, was „Köpfchen“ heißt. Das Kapitell vermittelt zwischen der Stütze und der Last, die sie trägt. Es gibt eine Vielzahl von Kapitellformen.
 
 
 
 

Kappe

 
Teil des durch Rippen oder Grate gegliederten Gewölbes.
 
 
 
 

Karolingisch

 
Stilbezeichnung für die Kunst des 8.-10. Jahrhunderts, der Regierungszeit des Herrschergeschlechts der fränkischen Kaiser.
 
 
 
 

Kloster

 
Die bauliche Form eines Klosters (von lat. claustrum: das Verschlossene) wurde im 12. und 13. Jahrhundert von den Zisterziensern weiterentwickelt. An die Klosterkirche schließt sich im Norden oder Süden die Klausur an. Das sind die den Geistlichen vorbehaltenen Bauteile, bestehend aus den meist im Geviert um den Kreuzgang liegenden Gebäuden.
 
 
 
 

Konsole

 
Vorspringendes Tragelement, auf dem ein Bogen oder ein Gesims, Skulpturen, Balken, Balkone, Erker oder Dienste ruhen
 
 
 
 

Kreuzarm

 
Querhausarme zu beiden Seiten der Vierung einer Kirche
 
 
 
 

Kreuzbogenfries

 
Fries aus einzelnen, einander überschneidenden Bögen
 
 
 
 

Kreuzgratgewölbe

 
Gewölbe, dessen Kappen durch Grate getrennt sind
 
 
 
 

Kreuzpfeiler

 
Pfeiler in einem kreuzförmigen Grundriss
 
 
 
 

Kreuzrippengewölbe

 
Gewölbe, dessen Kappen durch Rippen getrennt sind
 
 
 
 

Kreuzverband

 
Mauerverband, bei dem je ein Binder zu beiden Seiten der Mittelachse eines Läufers angeordnet ist.
 
 
 
 

Krypta

 
Die Krypta ist ein Raum, der normalerweise unter der Kirche liegt – meist im Osten unter dem Chor – und wahrscheinlich dem Grab- und Reliquienkult diente. Da die frühen Krypten als Gang ausgebildet waren und erst später zu einem (Aufenthalts-)Raum wurden, nimmt man an, dass Krypten entwickelt wurden, um den Pilgergruppen zu ermöglichen am Grab des Heiligen vorbeizugehen, ohne den Gottesdienst zu stören. Krypten wurden vornehmlich in der Staufischen Zeit gebaut (bis 1250), selten in der Hochgotik.
 
 
 
 

Kämpfer

 
Die Zone bei einer Stütze, in der die Krümmung eines Bogens oder Gewölbes beginnt. In der Romanik schließt der Kämpfer oft das Kapitell nach oben ab, in der Gotik verschmelzen Kapitell und Kämpfer gestalterisch zu einer Form.