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Glossar

 

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Abbundzeichen

 
Markierungen der Zimmerleute beim Anreißen und Zurichten der einzelnen Gespärre. Da jedes Einzelgebinde zuerst einmal auf dem Reißboden (also im Liegen auf der Erde) angerissen, abgebohrt und verzimmert wurde, mußten die Einzelteile bezeichnet werden, um sie beim Aufrichten des Daches wieder richtig zusammensetzen zu können. Aufgrund der Zählung und der unterschiedlichen Zeichensysteme über die Zeiten hinweg helfen Abbundzeichen, konstruktive und bauhistorische Zusammenhänge zu analysieren. Es gibt Symbolzeichen, additive (z.B. Strichreihung) und römische Zählsysteme, zumeist werden die Zeichen mit einem Werkzeug geschlagen (Handbeil, Stechbeitel) oder gerissen (Reißnadel, Reißhaken), in der Neuzeit seltener auch mit Rötel hergestellt.
 
 
 
 

Altar

 
Der Altar mittelalterlicher Kirchen hat verschiedene Bestandteile: Über der Mensa befindet sich ein gestalteter Aufsatz (Retabel), der oft auf einem Predella genannten Zwischenstück ruht. In der Gotik entwickelte sich das Altarretabel mit bemalten Tafel, das häufig von einem architektonischen Rahmen umgeben wurde, dem Gesprenge. Durch Hinzufügungen von aufklappbaren Flügeln wird der Altar zum Flügelaltar erweitert. Den unbeweglichen, meist hölzernen Mittelteil eines Flügelaltars nennt man Schrein. Flügel und Schrein können mit geschnitzten oder gemalten Darstellungen geschmückt sein, die Außenseiten der Flügel zeigen aber meist nur Gemälde.
 
 
 
 

Apsis

 
Ein halbkreisförmiger, mit einer Halbkuppel überwölbter Raum, der einem Hauptraum angebaut und in seiner vollen Breite und Höhe zu diesem offen ist.
 
 
 
 

Arkade

 
Folge von Säulen oder Pfeilern, die mit Bögen verbunden sind. Eine Blendarkade dagegen ist ein Schmuckelement eine Folge von Bögen, die der Mauer aufgeblendet sind.