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Stadtbefestigung, Olsztyn (Polen)

 
 
 
 
 

Derzeit umgesetzte Veränderungen

Archäologische Ausgrabungen im Bereich zwischen dem Hohen Tor und dem Burgpark brachten neue Erkenntnisse über das Verteidigungssystem zutage. Die freigelegten Relikte gehören zum Mühlentor, das teilweise mit dem erhaltenen Abschnitt der Mauer beim Burgpark und dem Torbereich zur zweiten Mauerlinie verbunden war. Die entdeckten Fragmente des Tors sind in gutem Zustand.

Nach Beratungen mit Experten für Befestigungsanlangen mussten frühere Daten, die auf Plänen aus dem 19. und 20. Jahrhundert basierten, korrigiert werden. Die folgenden Lösungsvorschläge resultierten aus den durch die Entdeckungen gewonnenen Erkenntnissen.
 
 
 
 
 
 

Geplante Maßnahmen

- Die freigelegten Fragmente sollen in den bestehenden städtischen Raum integriert werden (als Bestandteil des Stadtbilds)
- Zusammenfassung der Ergebnisse durch den Denkmalpfleger nach der Durchführung von Studien und der Festsetzung von Richtlinien hinsichtlich der Präsentationsmethode
- Entwicklung einer räumlichen Anordnung — Entwürfe des Denkmalpflegers zum Schutz und zur Präsentation der Objekte einschließlich einiger Rekonstruktionselemente

Die Idee, die Verteidigungsmauer zu rekonstruieren und sichtbarer zu machen, wurde ursprünglich von R. Dethlefsen, dem Denkmalschützer von Königsberg, und seinem Nachfolger C. Wünsch im frühen 20. Jahrhundert aufgegriffen. Als 1939-40 im Zuge von Kanalbauarbeiten der gesamte Verlauf der Fundamente zwischen dem Hohen Tor und dem Burgpark freigelegt wurde, schlug Wünsch den Wiederaufbau vor, um so ein Abschlusselement für den Platz (den heutigen Fischmarkt) zu schaffen.

C. Wünsch erstellte außerdem eine grafische Rekonstruktion der städtischen Befestigungsanlagen, die unter anderem auf Zeichnungen von J. M. Guise basierten, der die erhaltenen Befestigungsstadtmauern im damaligen Preußen von 1826 bis 1828 dokumentierte.
 
 

Graphik von Wuensch, 1933

 
 
 
 

Erfahrungen